Banntag

Mein Riesenbanntag um die Gelterkinder Gemeindegrenze

Als ich noch jünger war als jetzt, vor ca. 50 Jahren, beschloss ich an einem Tag vom Kipp zum Kipp den Gelterkinder Bann, zu Fuss zu umrunden. Luftlinie 15.3 Km. / Höhendifferenz 1`430 M.
Start am Eibach beim Kipp, beim Pumpwerk Wolfstiege. Vom Kipp ging es aufwärts zur Ruine Scheidegg. Der Grenze zu Tecknau entlang.
Danach der Rünenbergergrenze steil zum Müntel runter, die Steinhalde hoch zum Rünenberger Gatter und die Schöfftleten runter bis zum Munitionsdepot Sommerau.
Dann über den Weiler Sommerau (gehört auch zu Gelterkinden) bis zum Rehhag der Wittinsburger Grenze nach. Ein ebener Weg.
Anschliessend ein steiler Aufstieg der Diepflinger Grenze folgend in die Eichholde.
Nun der Thürner Grenze folgend auf die Thürnerfluh. Hier wird Rast gemacht, Tee getrunken  und der mitgenommene Klöpfer mit Brot gegessen. Knapp die halbe Strecke habe ich hinter mich gebracht. 
Nach kurzem Geniessen der Aussicht über das Ergolztal ging es wieder weiter der Böckter Grenze entlang, den Bettenberg hinunter an den tiefsten Punkt vom Dorf bei der Landi (390 M.ü.Meer) und Aufstieg zum höchsten Punkt des Dorfes nahe der Rickenbacher Fluh (700 M.ü.Meer).
Nach dem langen, kräftezerrenden Aufstieg führte mein Weg nun wieder abwärts, der Rickenbacher Grenze nach über Hof Dottmesen zu den Warteck, - Eisweihern aber gleich ging es wieder nach oben zum Hof Homberg.
Ab hier ein Abstieg in den Mahren am EBL-Unterwerk Ormalingen vorbei bis zur Maloya und wieder hoch zur Fluh, Ärntholden der langen Grenze zu Ormalingen nach. 
Fast geschafft; nur noch den Chueni runter, wieder der Tecknauer Grenze nach zum Ausgangsort Eibach, Kipp. Nun musste ich die Schuhe ausziehen um über den "Jordan" zu waten, denn das Fahrrad wartete auf der anderen Bachseite auf mich.
Es war happig, immer rauf und runter. Bei der Maloya war ich drauf und dran aufzugeben, habe dann jedoch gegen den Schweinehund in mir gesiegt und den Bannumgang mit schmerzenden Füssen und Beinen doch noch, wie gewollt beendet. (Bravo, klopfen der eigenen Schultern).
Bin ich wohl, etwa, vielleicht der einzige Gelterkinder, der seine Heimat an einem Tag, ohne Unterbruch erwandert, umrundet, erkundet hat, oder gibt es noch andere solch Hirnverwirrte?

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