Was ist Weihnachten?

Als einige Affen versuchten aufrecht auf zwei Beinen zu gehen, da verloren sie auch etwas der Körperbehaarung und bekamen eine Teilkörperglatze. Ihr Gehirn vergrösserte sich dabei ebenfalls, sie begannen zu sprechen und sie nannten sich nun grössenwahnsinnig Sapiens, Wissende, Weise.
Sie bemerkten, dass die Sonne der lebenswichtigste Himmelskörper ist. Ohne sie wäre die Erde ein finsterer, frostig kalter und eisiger Ort, wo nichts wachsen und gedeihen könnte. So wurde die Sonne schon zu prähistorischer Zeit als wichtigste Gottheit qualifiziert, verehrt und angebetet.
Auch realisierten sie, dass die Laufbahn  der Sonne sich ständig veränderte und damit die Länge der Tage und Nächte jeweils variierte. Mal ging sie ganz links im Osten auf, mal ganz rechts. Dasselbe auch beim Untergang im Westen.
Wenn die Sonne ganz links am Horizont im Westen unterging, dann war der zeitlich kürzeste Tag gekommen. Das geschah immer zur selben Zeit des Jahres. Gleich darauf wurden die Tage um kleine Schrittchen wieder länger und bald auch wärmer.
Der Mensch überlegte, was wohl geschehen sei und er kam zur Vermutung, dass die Göttin Sonne gegen die bösen Mächte der Kälte und der Finsternis gekämpft habe und nun den Kampf glücklicherweise gewonnen habe, dass nun der Kreislauf des Jahres wieder langsam in Richtung Sommer gehe. 
Die Freude war gross. Man freut sich auf bald wärmere Zeiten. Dieser Sieg der Sonne die Wintersonnenwende wurde zum wichtigsten Fest der frühen Menschheit und dauerte einige Tage.
Vor zweitausend Jahren wurde in Palästina, in dem kleinen Städtchen Bet Lechem (Haus des Brotes), ein männliches Kind geboren. Seine Mutter Maria soll noch Jungfrau gewesen sein und das Kind mit unbefleckter Empfängnis von Gott erhalten haben. Er soll als junger Mann viele Wunder vollbracht haben und mit zwölf Bewundern, sogenannten Jüngern zusammen gelebt haben. Nach seinen gewaltsamen Tod (Kreuzigung) durch die Römer bildete sich eine Gruppe, die Christen, die ihn als Gottes Sohn verehrten und eine neue Religion gründeten. 
Diese neue Religion Christentum verbreitete sich schnell und wurde den Römern zu gefährlich. Christen wurden verfolgt, besonders unter dem grausamen Kaiser Nero, welcher sie auf dem Scheiterhaufen verbrannte oder in der Arena den Löwen zum Frass darbot.
Dies änderte sich erst im vierten Jahrhundert als sich Kaiser Konstantinus nach einem Sieg über seine Feinde, den er als Zeichen von Christus deutete, zum Christentum taufen liess. Nach und nach wurde das Christentum zur Staatsreligion des Römischen Reiches.
Eine neue Religion seinen Völkern zu verordnen ist keine leichte Sache. Da muss man sorgfältig vorgehen und frühere alte Feste einbinden. Wer verzichtet schon gerne auf eingebriefte arbeitsfreie Feiertage? So wurde das alte Winter Sonnenwendefest der Heiden neu als Geburtstagsfeier des neuen Gottessohnes eingeführt. 

Bild: Nebelspalter
Unser Weihnachtsfest ist also nichts anderes als die heidnische Verehrung der wiederkehrenden Sonne, die Sonnenwende. - Ich, als Agnostiker, darf also auch ungeniert Weihnachten (Sonnenwende) feiern, dies mit einem guten Essen, einem Glas Wein und einem reichhaltigen Dessert.
Übrigens auch Ostern hat frühe heidnische Wurzeln. Nach dem Frühlingsvollmond im März, April wurde die Auferstehung der Natur, das wieder Ergrünen der Wiesen und Felder das Erblühen der ersten Blumen mit einem grossen Fest zu Ehren der Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara gefeiert.

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